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Reinhold Schneider - Militarisierung oder Passion

Ein Beitrag zum «Fall Reinhold Schneider»

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Ekkehard Blattmann

Zu Beginn der fünfziger Jahre geriet der katholische Dichter und Schriftsteller Reinhold Schneider in einen scharfen Konflikt mit der westlich orientierten Militarisierungspolitik von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Dieser Konflikt trieb Reinhold Schneider auch zum leidenschaftlichen Widerspruch gegen die Moraltheologie der katholischen Kirche. Im Verlauf dieses Widerstreits, der im berühmten «Fall Reinhold Schneider» kulminierte, formulierte der Dichter die Umrisse einer christlich fundamentalistischen Passiokratie, die bis heute im 'linkskatholischen' Pazifismus weiterwirkt. Die Arbeit schildert auch Reinhold Schneiders Kombattantenschaft mit dem Journalisten Georg Dismas Heidingsfelder und zeigt, welch bedeutende Gegner (darunter Hans Urs von Balthasar) Schneiders Radikalismus auf den Plan rief. Die Arbeit konfrontiert schließlich Schneiders Friedenskosmos mit den heutigen Positionen der katholischen Bischöfe und der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Aus dem Inhalt: Der «Fall Reinhold Schneider» - Schneiders Kampf gegen den «Christlichen Sonntag» - Schneiders Auseinandersetzungen mit Hans Urs von Balthasar und Erzbischof Wendelin Rauch - Schneiders Friedenskosmos im Vergleich mit den Friedensverlautbarungen der EKD und der deutschen katholischen Bischöfe.