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Bismarcks Bündnispolitik von 1887

Erfolg und Grenzen einer europäischen Friedensordnung

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Herbert Elzer

Bismarcks außenpolitische Maxime seit 1871, die anderen Großmächte gegeneinander auszuspielen und gleichzeitig zu allen möglichst gute Beziehungen zu unterhalten, geriet Ende der 80er Jahre in eine ernste Krise. Wie Bismarck mit der Aushilfskonstruktion des «Systems von 1887» außenpolitische Gefahren mühsam eindämmte, ohne sie völlig bannen zu können, ist Gegenstand dieser Studie. Dabei gilt es, Chancen und Risiken seines Handelns sorgfältig abzuwägen, ohne einerseits den damaligen Primat der Außenpolitik vor der Ökonomie und andererseits die Reformbedürftigkeit der Kabinettspolitik im anbrechenden Zeitalter des Imperialismus und Parlamentarismus zu verkennen. Der Verfasser kommt zu Ergebnissen, die die heutzutage vorherrschende Skepsis über die Perspektiven des «Systems Bismarck» nicht bestätigen.
Aus dem Inhalt: Bismarcks Frankreichpolitik und die französisch-russischen Beziehungen - Das Ringen um den Rückversicherungsvertrag - Bismarcks kühnes Manövrieren in der Grauzone zwischen Dreikaiserallianz und «System von 1887» - Die Anfänge der englischen Bündnispolitik Bismarcks.