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Verteidigernotdienst im strafprozessualen Ermittlungsverfahren

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zur Übertragbarkeit der britischen Duty Solicitor Schemes auf das deutsche Strafverfahren

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Michael Bohlander

Eine Vielzahl von Festnahmen erfolgt zur Nachtzeit oder an Wochenenden. Zu diesen Zeiten ist es für die Festgenommenen kaum möglich, anwaltlichen Beistand während der sog. «Phase des ersten Zugriffs» der Polizei zu erreichen. In Großbritannien existiert für solche Fälle seit den 60er Jahren ein Notdienst von Anwälten, der sich «duty solicitor scheme» nennt. Die Arbeit vergleicht die britische Rechtslage und -wirklichkeit mit dem deutschen Ermittlungsverfahren und versucht, Ansatzpunkte für den Aufbau eines Verteidigernotdienstes herauszuarbeiten. Ohne einen solchen Notdienst läuft das Recht des Beschuldigten auf einen Anwalt auch in der kritischen Anfangsphase des Strafverfahrens weitgehend leer. Zur Sicherung dieses Rechts wird die baldige gesetzliche Regelung des Verteidigernotdienstes gefordert.
Aus dem Inhalt: Recht auf Verteidigerbeistand im Ermittlungsverfahren - Rechtslage und -wirklichkeit in Großbritannien bzgl. der Notdienste von Anwälten (duty solicitor schemes) - Übertragungsprobleme für das deutsche Strafverfahren.