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Die instrumentale Revolution

Entwicklung, Anwendung und Ästhetik neuer Spieltechniken für Rohrblattinstrumente

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Georgia Hoppe

Um 1960 wurden die Spieltechniken aller Musikinstrumente und insbesondere die der Holzblasinstrumente enorm erweitert: traditionelle Techniken wurden an bis dahin für unmöglich gehaltene Grenzen ausgebaut und andere Techniken, die den bisherigen Charakter der Instrumente radikal aufbrechen, eingeführt. Dieser innerhalb weniger Jahre an verschiedenen Orten und doch unabhängig voneinander stattfindenden instrumentalen Revolution gingen bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Experimente voran. Die vorliegende Studie beleuchtet nach einer systematischen Darstellung der neuen Spieltechniken die komplexe Wechselwirkung von technisch-musikalischem Stand und der Kunst des Instrumentalspiels sowie die Beziehung Komponist-Interpret und untersucht in einem historischen Abriß Prozesse des Delegierens. Eine zusammenfassende Analyse der zeitgenössischen Bläsersololiteratur und ein ästhetischer Diskurs zeigen die verschiedensten Verfahrensweisen, jene Klänge musikalisch einzusetzen, und ihre Einbettung in divergierende Musikphilosophien auf.
Aus dem Inhalt: Darstellung und Systematisierung der neuen Spieltechniken - Probleme im Umgang mit denselben - Historische Vorläufer: Vergessen, Aussortieren, Beibehalten - Die Situation um 1960 - Die kompositorische Anwendung in über 50 Solokompositionen - Zur Ästhetik: Fortschrittsproblematik, Begriff der Aura.