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Ernährungssicherungspolitik in Schwarzafrika

Ökonomische Analyse und Entwicklungsstrategien am Beispiel des Sudans

Series:

Gebregiorgis Ogbe

Erst in jüngerer Zeit ist es ins allgemeine Bewußtsein gedrungen - der Wissenschaft, der Politik wie der öffentlichen Meinung -, daß das Ernährungsproblem der Entwicklungsländer - und hier allen voran Afrikas - nicht allein und nicht einmal überwiegend einen Aspekt der generellen Unterentwicklung dieser Länder bildet, sondern als Folge der Entwicklungspolitik selber entstanden ist. Die Besonderheit dieser Arbeit liegt nicht in einem genuinen Beitrag zur Entwicklungstheorie oder gar zum methodischen Zusammenhang von Entwicklungstheorie und Entwicklungsstrategie, sondern im exakten, empirisch orientierten Nachvollzug der These einer verfehlten Entwicklungspolitik, die ihre Ursache in einer Vernachlässigung bzw. einer Unterdrückung des Agrarsektors hat: Eine langfristige Sicherung der Ernährung verlangt eine (marktkonforme) Preispolitik, die die bäuerliche Einzelwirtschaft ökonomisch sichert und dadurch eine Einkommensbildung erreicht, die die Entfaltung einer kaufkräftigen Nachfrage ermöglicht.
Aus dem Inhalt: Ernährungsunsicherheit als Einkommensproblem der Landwirtschaft - Politik der Unterentwicklung - Sudan als «geeignetes Land» zur Diskussion des entwicklungsstrategischen Primats der Agrarpolitik - Die entwicklungsstrategische Zielsetzung einer entwicklungsstimulierenden Agrarpolitik.