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Roman und Geschichte in den apokryphen Memoiren von Gatien Courtilz de Sandras

Studien zur erzählerischen Sinnbildung

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Armgard Titze

Die neun apokryphen Memoiren von Gatien Courtilz de Sandras waren von entscheidender Bedeutung für die Romanentwicklung in Frankreich an der Wende zum 18. Jahrhundert. Vor dem Hintergrund der prekär gewordenen finalistisch-teleologischen Seinsdeutung sowie der Gattungsdiskussion um Roman und Geschichtsschreibung werden in der vorliegenden Studie die Handlungsstrukturen der jeweiligen Werke einer detaillierten Analyse unterzogen. Hierbei dient die graphische Darstellung der fiktiven und der historiographisch orientierten Erzählanteile als Ausgangspunkt für eine weiterführende Interpretation. Daneben werden Habermas' Definition von Öffentlichkeit und Plessners Interpretation des Menschen als Träger verschiedener Rollen als theoretische Grundlage für die Erklärung der Identitätskrise der Courtilzschen Protagonisten herangezogen.
Aus dem Inhalt: Sinnkrise und Gattungsproblematik des ausgehenden 17. Jahrhunderts in Frankreich - Handlungsstruktur von Courtilz' apokryphen Memoiren - Identitässuche der Protagonisten Courtilz'.