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Zur Psychopathologie der Figuren in Thomas Manns Roman «Doktor Faustus»

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Christiane Walter

Thomas Mann beschreibt im «Doktor Faustus» die Lebensgeschichte des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, der für den künstlerischen Durchbruch mittels einer kreativitätsstimulierenden Erkrankung seine Liebesfähigkeit an den Teufel verkauft. Der pathoide Reiz der syphilitischen Infektion bringt ihm nach Jahren genialen Aufschwungs ähnlich wie dem dem faschistischen Rausch verfallenen Deutschland letztlich den Untergang in Wahnsinn und Demenz. Leverkühns persönliche Tragödie wird somit zum Symbol der deutschen Katastrophe. Die psychopathologische Entwicklung des Protagonisten und seines Umfeldes werden ausführlich dargestellt.
Aus dem Inhalt: Der «Doktor Faustus» als psychiatrischer Roman: Möglichkeiten und Grenzen der Psychopathologie bei der Literaturanalyse - Pathographie - Norm- und Krankheitsbegriff - Pathoider Reiz und Genialität - Das autobiographische Element im «Doktor Faustus».