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«Von Gott kompt mir ein Frewdenschein»

Die Einheit Gottes und des Menschen in Philipp Nicolais «FrewdenSpiegel deß ewigen Lebens»

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Anne M. Steinmeier

Die Arbeit stellt eine Interpretation des im Titel genannten Werkes und, von dieser ausgehend, der gesamten Theologie Ph. Nicolais dar. Sie ist, als Versuch gegenwärtigen Verstehens gemeint, ausdrücklich systematisch-theologisch in hermeneutischer Differenz zu einer kirchengeschichtlichen Untersuchung entfaltet. Nicolais Theologie wird von seinem Gottesbegriff aufgeschlüsselt, von dem her auch seine Ubiquitäts- und Abendmahlslehre verstanden werden. Gott ist als ewige Liebe des ewigen Lebens die Einheit von Gott und Mensch. Sie kommt zu ihrer Wahrheit im Tod Jesu Christi und so in aller Menschen Leben. Damit wird die Erhöhung des Menschen zur Einheit mit Gott durch alle Gottestrennung und Menschenerniedrigung hindurch begründet. Der Begriff Gottes als einende Liebe von Gott und Mensch zielt auf die Gottesidentität des Menschen als verinnerte Gottesgewißheit, die Geburt des Selbst im «Ursakrament» des Glaubens.
Aus dem Inhalt: Unio mystica - Gottesbegriff als ewige Liebe des ewigen Lebens - Das Irdische: Gegenbild und Abbild des Göttlichen - Die Göttlichkeit der Einheit - Theologie der unio: Christusverständnis - Sakrament des Glaubens - Realität des Geistes als innerer Brennpunkt der Auseinandersetzung um Abendmahl und Prädestination - Gottesgewißheit der unio: die Geburt des Selbst im Glauben.