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Gemüt und Gefühl als Komplement der Vernunft

Eine Auseinandersetzung mit der Tradition und der phänomenologischen Ethik, besonders Max Schelers

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Peter Kaufmann

Im Vergleich zu Vernunft und Wille wurde die systematische Analyse des Gefühls in der Philosophie bzw. Theologie weithin vernachlässigt. Die wenig bestimmbaren Äußerungsformen des Phänomens Gefühl ließen es zum Epiphänomen schon in der griechischen Philosophie verkümmern. Dieser Tatsache steht entgegen die Aufmerksamkeit, die das emotionale Leben in der empirischen Psychologie gefunden hat. Doch gelangen psychologische Analysen über hedonistische Interpretationen kaum hinaus. Der ethischen Bedeutsamkeit der Gefühle suchte sich v.a. die Phänomenologie zu nähern. Die vorliegende Arbeit gruppiert sich um den «Philosophen des Emotionalen», Max Scheler. Hin- bzw. weiterführende phänomenologische Konzepte werden ebenfalls dargestellt. Ein breiter historischer Teil führt auf die phänomenologische Konzeption hin.
Aus dem Inhalt: Das Affektive bei Platon, Aristoteles, der Stoa, Thomas, Descartes, Hobbes, Spinoza, Locke, Leibniz, Hume, Sulzer, Tetens, Kant, im 19. Jh. - Die Phänomenologie des Fühlens bei Brentano, Husserl, Scheler, Hartmann, v. Hildebrand.