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Gemeinde zwischen Integration und Abgrenzung

Ein Beitrag zur Frage nach dem Ort der joh Gemeinde(n) in der Geschichte des Urchristentums

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Klaus-Michael Bull

Die vorliegende Untersuchung versucht die uns erreichbare Geschichte der johanneischen Gemeinde nachzuzeichnen. Grundlage ist ein Modell der Entstehungsgeschichte des 4. Evangeliums, das mit einer dreimaligen redaktionellen Reinterpretation des Werkes des Evangelisten rechnet. Dieser bemühte sich, die durch den Synagogenausschluß in seiner judenchristlichen Gemeinde entstandene Desorientierung durch eine radikale Konzentration auf die «Integrationsfigur» Jesus, den Sohn Gottes, zu überwinden. Um sein theologisches Erbe entbrennt der Streit in der Gemeinde, der schließlich zur Spaltung führt. Zeugnis dieser Auseinandersetzung sind auch die Johannesbriefe, die wie die Redaktionen die zwei Ansätze zur Lösung des Konflikts dokumentieren - das Insistieren auf dem Gebot der Bruderliebe und die autoritative Interpretation der Tradition.
Aus dem Inhalt: Die literarischen Schichten des Johannesevangeliums - Die Vergewisserung der Glaubenden - Der Kampf um die eigene Identität der Gemeinde - Das Ringen um die rechte Interpretation der Worte des Offenbarers - Der Ort der Briefe.