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Gewerkschaften in Spanien

Vom Klassenkampf zu kooperativen Strategien

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Ilse Führer-Ries

Die beiden wichtigsten Gewerkschaften Spaniens, UGT und CC.OO., beteiligten sich nach dem Tode Francos an Absprachen mit dem Unternehmerverband und der Regierung. Diese Absprachen sind unter dem Begriff «Politik der Konzertation» bekannt und weisen unverkennbar neokorporatistische Strukturen auf. Der Neokorporatismus wurde als Theoriemodell in den Politikwissenschaften entwickelt, um bestimmte Formen der Interessenvermittlung von Lohnarbeit und Kapital zu erklären sowie das Interesse des Staates, Kapital und Arbeit in seine Wirtschaftspolitik einzubinden. Die vorliegende Studie greift das Theoriemodell des Neokorporatismus' auf und wendet es zur Untersuchung der spanischen Gewerkschaften und ihrer Strategien an. Hierbei werden nicht nur die gewerkschaftsinternen, sondern auch die äußeren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen umfassend untersucht und dargestellt, die in den Gewerkschaften eine Etablierung neokorporatistischer Strategien ermöglichten.
Aus dem Inhalt: Neokorporatismus: theoretische Begriffsbestimmung - Geschichte der spanischen Gewerkschaften - Repräsentativität und Mitgliederstärke - Organisations- und Entscheidungsstrukturen - Gewerkschaften und Demokratie - Programmatische Konzeption - Politik der Konzertation - Gewerkschaften und Neokorporatismus.