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Carl Einstein

Kunst zwischen Schöpfung und Vernichtung

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Rüdiger Riechert

Beharrlich widersetzt sich das dichterische Werk Carl Einsteins jeder eindeutigen Klassifizierung, weil es selbst Konsequenz einer geistigen Haltung ist, die im Anschluß an Nietzsches philosophischen Perspektivismus den Widerspruch nicht als logischen Fehlschluß, sondern als Signum menschlicher Existenz begreift. Ausgehend von einer Erhellung der wichtigsten geistesgeschichtlichen Bezüge des Einsteinschen Denkens zur Frühromantik, speziell zur Dichtungstheorie Hölderlins, sowie zur Kulturkritik Nietzsches, versucht die vorliegende Studie, die ideologiekritische Potenz bereits der frühen Schriften Einsteins zu erweisen, die nicht mehr in der Tradition und Nachfolge eines artistischen Kunstverständnisses stehen, sondern ein erstes zentrales Zeugnis einer 'Literatur der Existenz' bilden.
Aus dem Inhalt: Mythos, Neue Mythologie - Poetischer Nihilismus - Ästhetische und politische Revolte - Nihilismuskritik - Existentialismus - Kunstgeschichte als Kulturgeschichte - Subjektivismuskritik.