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Autobiographie als Lebenserfahrung und Fiktion

Untersuchungen zu den Erinnerungen an die Kindheit im Faschismus von Christa Wolf, Nicolaus Sombart und Eva Zeller

Series:

Linhua Chen

Die Autobiographie, die im Spannungsfeld von Fiktion und Wirklichkeit steht, ist als deren Komplexion aufzufassen. Das geht einerseits aus der Tatsache hervor, daß die Lebensgeschichtsschreibung, die mit der Problematik von Gedächtnis und Erinnerung sowie der Unzulänglichkeit der Sprache einhergeht, immer eine von der Wirklichkeit abweichende Darstellung ist. Zugleich besteht die Fiktion auch im Vorgang, daß die eigene Vergangenheit erfaßt und erzählt wird. Hier werden die zur Historiographie und fiktivem Erzählen analogen Strukturen der Autobiographie deutlich. Demonstriert wird die These an drei Kindheitserinnerungen von C. Wolf, N. Sombart und E. Zeller, die die vom Autor unterschiedenen verschiedenen Arten von Fiktion repräsentieren.
Aus dem Inhalt: Fiktion in autobiographischer Mikro- und Makrostruktur - Das autobiographische Ich als «fiktionales» Ich - Autobiographieren als Erzählen - Autobiographische Fiktion und Wahrheit - Autobiographisches Berichten und Erzählen.