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Ornamentales Erzählen in der russischen Moderne

Cechov - Babel' - Zamjatin

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Wolf Schmid

Ornamentales Erzählen bezeichnet jenen in der russischen Moderne weit verbreiteten Prosatypus, der ein narratives Substrat mit einem Netz poetischer Verfahren überzieht und eine hohe Sinnkomplexion ermöglicht. In drei theoretischen Kapiteln wird zunächst der Zusammenhang zwischen Ornamentalismus und Mythos erörtert, Struktur und Funktion der Äquivalenz in der Prosa diskutiert und nach der Memorabilität ornamentalen Erzählens gefragt. Vier werkanalytische Kapitel gelten der poetischen Faktur, besonders den formalen und thematischen Äquivalenzen, in Erzählungen A. Cechovs, I. Babel's und E. Zamjatins. Die Analysen sind jeweils von der Frage geleitet, wie die Paradigmatisierung der Geschehensmomente die Ereignishaftigkeit der Texte modifiziert.
Aus dem Inhalt: Ornament, Poesie, Mythos, Psyche - Formale und thematische Äquivalenz in erzählender Prosa - Narratives Erinnern und poetisches Gedächtnis - Klangwiederholungen in Cechovs Erzählprosa - Cechovs problematische Ereignisse - Das nicht erzählte Ereignis in I.Babel's «Übergang über den Zbruc» - Sujet und Mythos in E. Zamjatins «Überschwemmung».