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Reform der deutschen Rechtssprache im 18. Jahrhundert

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Martin Johannes Heller

Daß die moderne Rechtssprache vor allem auf die Reformbestrebungen der Sprachgesellschaften, der Rechtswissenschaften und der Philosophie zwischen 1650 und 1800 und nicht auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, war bislang fast unbekannt. Die vorliegende Arbeit schließt diese Lücke durch die Auswertung und Wiederentdeckung reichhaltiger Primärquellen. Diese Darstellung der Gesamtentwicklung der juristischen Fachsprache im Zusammenhang der geistig-kulturellen Diskussion und Entwicklung in Deutschland und in Europa belegt den überzeitlichen Bedarf an juristischer Sprachpflege. Sie erreicht so nahezu rechtspolitisches Gewicht.
Aus dem Inhalt: Das Stilvorbild der Kanzlei - Sprachpatriotismus - Sprachgesellschaften und Sekretärsliteratur - Rechtsprache als Ausdruck angewandter Methode - Spracherziehung im juristischen Studium - Justizreform und Sprachfragen - Versachlichung der Spracharbeit durch Christian Wolff - Dichter und Rechtsprache - Sprache im Dienst der Staats- und Justizverwaltung - Kodifikationen und Verständlichkeit des Rechts.