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Ökonomische Theorie und die Entstehung von Neuem in ihrem Gegenstandsbereich

Ein erkenntnistheoretischer Rekurs auf Kant und die Aufklärung

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Bernd Niquet

Wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten sind deswegen unzuverlässiger als die Gesetze der Naturwissenschaften, weil sie auf den subjektiven Entscheidungen autonomer kreativer Individuen beruhen und dadurch sich nicht immer Gleiches wiederholt, sondern ständig Neues entsteht. Sollte und könnte daher eine andere als die herrschende «naturwissenschaftlich» orientierte Wirtschaftswissenschaft betrieben werden? Die vorliegende Arbeit räumt mit diesem Romantizismus auf: Sie stellt dazu die existierende Ökonomik auf ein den Kantschen Grundformen des Denkens entsprechendes Fundament und dreht und wendet dieses Schema durch zweihundert Jahre deutschsprachige Geistesgeschichte: von Schopenhauer über Hermeneutik und analytische Wissenschaftstheorie zu moderner Systemtheorie und Radikalem Konstruktivismus. Die Frage dabei ist immer: Ist das Erkennen selbst als Teil des zu Erkennenden thematisierbar?
Aus dem Inhalt: Die Kantsche Erkenntnistheorie und ihre Problembereiche - Paradigmen aufklärerischer Ökonomik - Verstehende Schule und Methode der Geisteswissenschaften - Die Thematisierung der gegenseitigen Bedingtheit von Subjekt und Objekt.