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Politisch-kulturelle Zeitschriften in den Westzonen 1945-1949

Ein Beitrag zur politischen Kultur der Nachkriegszeit

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Ingrid Laurien

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erschien mit Lizenz und oft auf Anregung der Alliierten eine große Zahl politisch-kultureller Zeitschriften, deren Namen noch heute z.T. respektvoll genannt werden («Die Wandlung», «Frankfurter Hefte», «Merkur» etc.). Ihre Herausgeber waren oft namhafte Publizisten, Akademiker und Schriftsteller, meist aus dem bürgerlich-liberalen Milieu. Die Zeitschriftenszene bildete ein öffentliches Forum demokratischer Diskussion, bevor noch die ersten Institutionen politischer Repräsentanz wiederentstanden. In ihnen wurden, ausgehend von einem starken moralischen Impuls, die Grundlagen der politischen Kultur geformt, die später die Bundesrepublik prägen sollte. Die in der Untersuchung - aufgrund einer Analyse von ca. 25 Zeitschriften - dargestellten Diskussionen sind zum Teil von frappierender Aktualität.
Aus dem Inhalt: Rahmenbedingungen: Re-education und Lizenzsystem - Autoren und Leser, Selbstbild und Weltsicht - Schuldfrage - Philosophie und Geschichte - Masse und Technik - Abendland und Humanismus - Neue Weltordnung - Europagedanke - Demokratie und Sozialismus.