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Gattinara und die Italienpolitik Karls V.

Grundlagen, Entwicklungen und Scheitern eines politischen Programmes

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Ursula Czernin

Behandelt wird die Entwicklung der universalen Kaiseridee im Spätmittelalter und deren Rezeption und persönliche Weiterbildung durch Gattinara, der im Dienst Maximilians I. und Erzherzogin Margarethes begann und seine Ideen später als Großkanzler Karls V. durchzuführen versuchte. Dabei hat Gattinara entscheidend dazu beigetragen, den Kaiser- und Reichsuniversalismus Maximilians I. auf Karl V. zu übertragen. Als besondere Eigentümlichkeit erscheint hier die Stellung Italiens als Hauptland des Imperiums, um das sich die anderen Länder gruppieren.
Die Entwicklung der politischen Persönlichkeit Gattinaras und seiner Ideen wird ausführlich dargestellt, wobei den allgemeinen politischen, kirchlichen und militärischen Ereignissen der Zeit und der Wechselwirkung zwischen politischen Ideen und Wirklichkeiten entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet wird. Auch die wirtschaftlichen und administrativen Faktoren werden in dieser - im Grunde rein ideengeschichtlichen Arbeit - stets in Betracht gezogen.
Aus dem Inhalt: Die universale Kaiseridee des Mittelalters und ihre Vermittlung an Karl V. durch Gattinara - Die «italozentrische» Modifikation der Kaiseridee durch Gattinara - Der Versuch einer Umsetzung der Idee in die reale Politik durch den Großkanzler Gattinara.