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Kriegslisten und Perfidieverbot in der Geschichte des Kriegsaktionenrechts vor Abschluß der Haager Landkriegsordnung von 1899

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Stephan Adam

Kriegslisten und Perfidieverbot haben die Beziehungen zwischen Völkern und Staaten seit den ältesten Zeiten praktisch wie theoretisch beschäftigt. In dem vorliegenden Beitrag zur Geschichte des Völkerrechts werden die im einzelnen höchst unterschiedlichen Faktoren aufgezeigt, die, für sich genommen oder im Zusammenwirken, dem Begriff der Perfidie ebenso wie dem der Kriegslist in den verschiedenen Epochen und Kulturen ihr Gepräge und ihre Konturen gegeben haben. Dazu werden im Zuge einer Analyse des völkerrechtlichen Ideengutes die jeweiligen ethisch, religiös, staatspolitisch und -philosophisch oder rechtsphilosophisch motivierten bzw. fundierten Erwägungen, Lehrmeinungen oder Denksysteme herausgearbeitet und kritisch erörtert.
Aus dem Inhalt: Relevanz und Auftreten der Kriegslisten - Die List im Kriegsrecht des Altertums - Übergangsphase und Mittelalter, insbesondere die augustinisch-scholastische Lehre - Machiavelli, spätscholastisches Naturrechtssystem, Gentili, Grotins - Vattel und Kant - Rechtspositivismus.