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Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Textkonstitution und Tradierung der Balladen des Child-Korpus

Ein Beitrag zur Kompatibilität von Literaturwissenschaft und Volkskunde

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Barbara Mrytz

Die englisch-schottische Volksballade gilt als eine weitestgehend mündlich tradierte Gattung. Wenig Berücksichtigung hat bisher die Vermittlung durch schriftliche Medien, vor allem der popular literature, gefunden, obwohl knapp ein Drittel der Balladentypen Childs allein auf broadsides gedruckt worden ist. In der vorliegenden Studie werden mit der Untersuchung der englisch-schottischen Volksballaden-Tradierung durch das Flugblatt als dem eigentlichen Medium der Straßenballade textuelle und kontextuelle Möglichkeiten des Zusammenwirkens mündlicher und schriftlicher Volksliteratur nachgewiesen. Methodisch werden damit zugleich auch Aspekte der Kompatibilität von neuerer Volksliteratur- und Literaturwissenschaft aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Zur Kompatibilität von Literatur- und Volksliteraturwissenschaft - Mündlichkeit als relative Kategorie - Lesefähigkeit in England - Gattungsmerkmale von Volks- und Straßenballade - Erfassung, Kommentierung und Textanalyse von Flugblatt-Varianten der Child-Balladen.