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Kirche im kolonialen Kontext

Anglikanische Missionare und afrikanische Propheten im südöstlichen Nigeria, 1879-1918

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Frieder Ludwig

Die vorliegende Studie macht es sich zur Aufgabe, verschiedene Phasen in der Christianisierung eines afrikanischen Gebietes darzustellen. Die Untersuchung wird dabei auf drei Ebenen geführt. Zunächst geht es darum, die Grundlagen der Missionspolitik zu erfassen. Der Entwicklung von Missionskonzeptionen und Evangelisationsstrategien in Europa wird daher breiter Raum gewidmet. Gleichzeitig wird danach gefragt, inwieweit sich die Kolonialpolitik in der ersten Phase des Imperialismus auf die Arbeit der Mission niederschlug. Vor diesem Hintergrund wird dann das praktische Vorgehen der Missionare vor Ort untersucht. Schließlich befaßt sich die Arbeit mit den afrikanischen Reaktionen und Initiativen auf das missionarische Angebot. Hierbei gilt dem Prozeß der Lösung und Emanzipation einheimischer afrikanischer Christen das Hauptinteresse.
Aus dem Inhalt: Die Entmachtung einer Missionsgesellchaft - Zwei Missionskonzeptionen: 'Schwarze Europäer' und 'Weiße Afrikaner' - Die Emanzipation des afrikanischen Anglikanismus - Die Gründung des Niger Delta Pastorates - Zwischen Indigenisierungsbemühungen und europäischem Kulturimport - Populäres Missionschristentum - Die Bewegung des Propheten Garrick Braide.