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Der ungeliebte d'Annunzio

D'Annunzio in der zeitgenössischen und der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur

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Anna Kupka

Kein anderer Dichter Italiens ist im Ausland als Schriftsteller so unbekannt und dennoch als legendäre Gestalt so lebendig wie Gabriele d'Annunzio. Zunächst schätzen ihn seine deutschsprachigen Zeitgenossen, so Hugo von Hofmannsthal. Doch schnell häufen sich die Parodien auf den eitlen Dichter. So erfinden Thomas Mann, Heinrich Mann und Bertolt Brecht unabhängig voneinander je eine lächerliche literarische Figur, die Gabriele d'Annunzio imitiert. Auch Franz Kafka mokierte sich über den «kleinen» Mann. Fast fünfzig Jahre vergehen ohne einschneidende Rezeptionen d'Annunzios. Erst in den letzten fünfzehn Jahren lebt d'Annunzio als Gestalt in der deutschsprachigen Literatur wieder auf. Die Autorin untersucht die Motive dieser Renaissance.
Aus dem Inhalt: Theorie der produktiven Rezeption - Zeitgenössische Editionssituation - Literarische Rezeptionsformen - Bertolt Brecht - Heinrich Mann - Aktuelle Rezeptionsdissposition - Klaus Stiller - Elfriede Jelinek - Tankred Dorst.