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Religiöse Rede als Sprachhandlung

Eine Untersuchung zur performativen Funktion der christlichen Glaubens- und Verkündigungssprache

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Andrea Schulte

Der Oxforder Philosoph J. L. Austin hat auf die performative Funktion der Sprache aufmerksam gemacht: eine performative Äußerung stellt ganz unmittelbar den Vollzug einer Sprachhandlung dar. Die vorliegende Studie untersucht die performative Funktion der christlichen Glaubens- und Verkündigungssprache und diskutiert die Relevanz religiöser Rede als Sprachhandlung in Beispielfeldern exegetischer, praktisch-theologischer und dogmatischer Art. Besondere Beachtung verdienen dabei die Fragen nach dem Verhältnis der religiösen Sprache zur Umgangssprache sowie nach der Wirksamkeit und dem Wahrheitsanspruch performativer Äußerungen. Der abschließende Teil der Untersuchung setzt sich mit den Ergebnissen der neueren Sprachakttheorien auseinander und bedenkt sowohl deren Bedeutung für die Interpretation der biblischen Performative als auch deren praktisch-theologische Konsequenzen für das Verständnis der Predigt als Form religiöser Rede.
Aus dem Inhalt: Theologie und analytische Philosophie - Definitionsversuche der Begriffe «Religion» und «religiöser Satz» - Religiöse Performative in der christlichen Glaubens- und Verkündigungssprache und in der Sprache der Bibel - Untersuchung der Korrektheitsbedingungen - Wahrheitsproblematik performativer Äußerungen - Predigt als Handlung.