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Intentionslose Parteinahme

Zum Verhältnis der Kunst und Literatur zur Gesellschaft im Bann der Naturbeherrschung und Rationalisierung bei Theodor W. Adorno

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Byeong-Ho Mun

Der paradoxale Verweisungszusammenhang von Kunst und Gesellschaft, der im Zentrum von Adornos Ästhetischer Theorie steht und in einer verdichteten, vielschichtigen und mehrdimensionalen Sprache dargestellt wird, kann, so lautet die erste These dieser Arbeit, durch die Untersuchung von Adornos Aussagen zum Prozeß der Naturbeherrschung und Rationalisierung grundsätzlich entschlüsselt werden. Mit diesem Gesichtspunkt verfolgt der Verfasser, wie Adorno die die Gesellschaftsformation bestimmenden Kategorien und die Kategorien des Ästhetischen theoretisch verarbeitet hat. Indem er sowohl diese Untersuchung unternimmt als auch sich mit den Kritiken von H.R. Jauß, P. Bürger und A. Wellmer an Adorno auseinandersetzt, versucht er die Aktualität von Adornos Theorie des Verhältnisses der Kunst zur Gesellschaft zu verteidigen. Sie ist deshalb noch aktuell, so lautet die zweite These dieser Arbeit, weil sie am Leitfaden vom die abendländische Menschheit prinzipiell bestimmenden Prozeß der Naturbeherrschung und Rationalisierung konzipiert worden ist, und weil die abendländische Menschheit nach wie vor auf der Entwicklungslinie jenes Prozesses steht.
Aus dem Inhalt: Geschichtsphilosophie - Erkenntnistheorie - Gesellschaftstheorie - Kunsttheorie - Literatursoziologie - Literaturtheorie.