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Die Zerstörung Jerusalems in der mittelniederländischen Literatur (1100-1600)

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Wolfgang Bunte

Das Jahr 70 nach Christus kann als der Zeitpunkt eines deutlichen Bruches in der historischen und religiösen Entwicklung des Judentums und des jüdischen Volkes gelten. Die Reflexion über die Zerstörung des Tempelheiligtums geht letzlich bis heute - in jüdischen wie in christlichen Kreisen - weiter. Einen breiten Raum nahm denn auch die Besinnung über dieses Ereignis in der mittelalterlichen, speziell auch in der mittelniederländischen, Literatur ein. Besonders das «Epos» von der «Wrake van iherusalem» des Jacob van Maerlant (+1300) setzte hier die entscheidenden Maßstäbe und fand auch Nachahmer.
Aus dem Inhalt: In einigen wenigen lateinischen (Lambertus von St.-Omaars und ausgewählten Chroniktexten) und überwiegend mittelniederländischen Abschnitten wird die Geschichte der Zerstörung der Stadt dem «Bellum judaicum» des Flavius Josephus nachempfunden und weitererzählt.