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Alejo Carpentiers «Los Pasos Perdidos» und Johann Wolfgang von Goethes «Italienische Reise»

Eine intertextuelle Studie

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Dagmar Schäfer-Sackreuther

Die Untersuchung interpretiert Los Pasos Perdidos von Carpentier als Bildungsreise unter umgekehrtem Vorzeichen und als Reise von der Einsamkeit zum Mythos. Im Ausgang von einem Intertextualitätsbegriff, der als Synthese aus den Ansätzen der Hermeneutik, des Neostrukturalismus und der Rezeptionsästhetik entwickelt wird, wird Carpentiers Roman als eine komplizierte Replik auf Goethes Italienische Reise gelesen. Unter dem Text des kubanischen Romans scheint die klassische Bildungsreise neben anderen europäischen Elementen hervor. Übereinstimmungen und Differenzen in der Gestaltung und in der Funktion des Reisethemas werden herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Klassische und umgekehrte Bildungsreise - Hermeneutischer Horizont und strukturale Intertextualität - Europäisch-lateinamerikanische Kultursynthese - Reise von der Einsamkeit zum Mythos - Autobiographische Selbstfindungsreise.