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Herr und Diener in der französischen Komödie des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts

Eine ideologiekritische Studie

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Dorothea Klenke

Das Verhältnis von Herr und Diener in der französischen Komödie des Ancien Régime gehört wegen der Vielfalt seiner Ausprägungen und Funktionen zu den interessantesten Themenkreisen der Theater- und Literaturgeschichte. Im Gegensatz zu den bisher unternommenen breitangelegten Deutungsversuchen eröffnet die vorliegende Arbeit einen ideologiekritischen Zugang zu dem dynamisch-dialektischen Kräftespiel zwischen dem literarischen Typ des schlauen, selbstbewußten Dieners und seinem Herrn. Vor dem Hintergrund soziohistorischer Entwicklungen, ideologischer Strömungen und literarischer Traditionen werden die Kontinuitäten und Brüche in der komödienspezifischen Ausgestaltung ihres auch machtpolitisch brisanten Beziehungsgefüges herausgestellt. Breite Beachtung finden neben den Autoren des literarischen Kanons auch die Werke zahlreicher lange in Vergessenheit geratener Schriftsteller.
Aus dem Inhalt: Soziohistorische Aspekte des Herr-Diener-Verhältnisses im Ancien Régime (Paternalismus, Emanzipationsstreben) - Philosophische Grundpositionen (in Klerus und Adel, bei den Enzyklopädisten, und Sozialutopisten) - Literarische Konvention (Antike, Commedia dell'arte, spanisches Theater) - Herr und Diener von Molière bis Beaumarchais (Der Diener als Clown und Untertan, als Rivale und Herr, als Überlegener).