Show Less
Restricted access

Kategorischer Imperativ und Metaphysik der Sitten

Die Frage nach der Einheitlichkeit von Kants Ethik

Series:

Ralf Ludwig

Kants Ethik ist für die meisten nichts anderes als der Kategorische Imperativ, wie er in den fünf Formulierungen der «Grundlegung» und der einen der «Kritik der praktischen Vernunft» abgehandelt ist. Weniger bekannt ist, daß Kant in seinem Spätwerk, der Metaphysik der Sitten, zu einem erneuten Entwurf einer Ethik ausholt, von der er behauptet, sie sei aus dem Kategorischen Imperativ abgeleitet. Die vorliegende Arbeit zeigt, daß der eigene Systemanspruch Kants im Sinne einer ungebrochenen Homogenität seiner Ethik nicht eingelöst werden kann. In einem breit angelegten Teil 1 wird die bekannte transzendentalphilosophische kritische Ethik Kants untersucht, die bei der Selbstbezüglichkeit der reinen praktischen Vernunft stehen bleibt und die Ebene der Gesinnung und des guten Willens nicht verläßt. In Teil 2 (Rechtslehre) und Teil 3 (Tugendlehre) werden die Folgen geschildert, die der Bezug auf das konkrete Handeln in der Sinnenwelt auf die Einheit von Kants Ethik hat.
Aus dem Inhalt: Maximen - Verallgemeinerungsverfahren - Die vier Beispiele der Grundlegung - Das oberste Rechtsprinzip - Das Tugendprinzip - Materie und Formalismus - Die Zwecke der Tugendlehre.