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Von der SED zur PDS

Eine doktringebundene Staatspartei auf dem Weg zu einer politischen Partei im Konkurrenzsystem? (Mai 1989 bis April 1990)

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Christian Welzel

Eine unabdingbare Voraussetzung der staatlichen Wiedervereinigung Deutschlands war zweifellos der Zusammenbruch des kommunistischen Einparteisystems der ehemaligen DDR. Als nahezu allmächtige Staatspartei war die frühere SED von diesem Zusammenbruch nicht nur unmittelbar betroffen; darüber hinaus erwies sich ihr krisenhafter Zerfall- und Neuformierungsprozeß für den gesamten politischen Umbruch in der DDR als strukturbestimmend. Unter krisen- und transformationstheoretischen Aspekten beschreibt und erklärt die vorliegende Studie systematisch Ursachen, Verlauf und Ergebnisse dieser Entwicklung aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Dabei steht der Zusammenhang zwischen dem SED-internen und dem gesamtpolitischen Wandel der DDR im Vordergrund. Schließlich entwickelt der Autor aus den Ergebnissen dieser Fallstudie allgemeine Thesen über den Zerfall kommunistischer Einparteisysteme. Nicht zuletzt formuliet er auch Projektionen hinsichtlich der künftigen Rolle der PDS im vereinigten Deutschland.
Aus dem Inhalt: Latente Krisenpotentiale der SED-Diktatur - Aktivierung der Krisenpotentiale - Anbahnung und Verlauf der Staats- und Parteikrise - Zerfall der parteiexternen Macht der SED - Zerfall der parteiinternen Macht der SED - Neuformierung der SED-Zerfallsprodukte zur PDS - Theoretische Erklärungsansätze und alternative Zukunftsprojektionen.