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Mesoökonomische Theorie als Grundlage sektoraler Strukturpolitik

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Karl-Heinz Waldow

Ausgehend von der empirischen Beobachtung, daß in der praktizierten Strukturpolitik die Begünstigung partieller Brancheninteressen dominiert, wird eine gruppenorientierte, d.h. mesoökonomische Theorie entwickelt, die sich mit der Erfassung, Beschreibung und Bewältigung von Gruppeninteressen beschäftigt. Anhand eines umfassenden Literaturüberblicks werden Grundcharakteristika herausgearbeitet, die als Referenz dienen, um in nicht-neoklassischen Ansätzen ergänzende Bausteine für die Mesoökonomie zu identifizieren. Dabei handelt es sich um eine offene und holistische Theorie. Im Rahmen des Interaktionsansatzes zeigt sich, daß der Lobbying-Markt segmentiert ist und somit ein wettbewerbliches Gleichgewicht aller Interessen unwahrscheinlich wird. Der Zeitaspekt der Adäquanz wird als Differentialspiel formalisiert. Das Modell stellt eine Verallgemeinerung der klassischen rentseeking Modelle dar und liefert weitergehende Hinweise auf die Verhaltensweisen der Konkurrenten. Institutionelle Regelungen aus den Niederlanden, Großbritannien und USA, sowie Empfehlungen für die Bundesrepublik werden exemplarisch hinsichtlich einer Kontrolle und Einbindung von Interessengruppen untersucht.
Aus dem Inhalt: Mesoökonomische Theorie - Lobbying - Adäquanz der Einflußnahme von pressure-groups - Spieltheorie - Rent-seeking - Vergleich von institutionellen Regelungen.