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Die Deutsche Welle - ein politisches Neutrum im Weimarer Staat?

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Gabriele Rolfes

Die Dissertation beschäftigt sich mit den Facetten des Politischen im vermeintlich neutralen Weimarer Rundfunk anhand der bis heute weitestgehend unerforschten Deutschen Welle mit Sitz in Berlin. Im Mittelpunkt stehen ihre Organisationsstruktur, die staatlichen Überwachungsgremien sowie Berufsbiographien zahlreicher Mitarbeiter/innen. Schlaglichtartig werden auch einige Programmsparten der einzigen reichsweit und über die Reichsgrenzen hinaus sendenden Rundfunkgesellschaft beleuchtet (z.B. die kontradiktorische Sendereihe «Gedanken zur Zeit» oder Vorträge mit eugenischer Thematik). Die Rekonstruktion der alten Deutschen Welle basiert auf umfangreichen Aktenrecherchen (u.a. Bundesarchiv, ehemaliges Staatsarchiv der DDR, Berlin Document Center) sowie mehrstündigen persönlichen Interviews mit Zeitzeuginnen.
Die Autorin: Gabriele Rolfes wurde 1960 in Nordhorn geboren. Ihr Germanistik- und Politikwissenschaftsstudium schloß sie 1986 mit dem Magister ab. Ein Stipendium der Hessischen Graduiertenförderung ermöglichte die Promotion. Im Rahmen des deutsch-deutschen Kulturabkommens konnte die Autorin als eine der ersten Nachwuchswissenschaftlerinnen in der damaligen DDR für ihre Dissertation forschen. Promotion an der Philipps-Universität Marburg im November 1990. Gabriele Rolfes arbeitet als Redakteurin in Norddeutschland.