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Subjektivität in der Naturlyrik der DDR (1950-1970)

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Marianne Schwarz-Scherer

Die Studie untersucht den Begriff der Subjektivität am Verhältnis des Subjekts zur Natur, wie es sich in der Naturlyrik der DDR in den 50er und 60er Jahren darstellt. An exemplarischen Interpretationen u.a. bei Becher, Fürnberg und Fühmann, Mickel, Braun und S. Kirsch wird der Wandel des Naturbegriffs und seiner Funktion für das Subjekt entwickelt. Das Bewußtsein vom «Subjekt der Geschichte» weicht der ästhetischen Subjektivität. So wird auch zunehmend die konkrete Landschaft aus der Lyrik verdrängt. An ihre Stelle tritt die Natur als Inbegriff der Negation. Schon früh ist hier der Weg nach «Kakanien» gewiesen, den die jüngsten der - ehemaligen - DDR-Autoren in den 80er Jahren nur fortsetzen.
Aus dem Inhalt: Naturbegriff in der DDR-Lyrik - Utopie und Wirklichkeit (Becher, Fürnberg) - Subjekt und Geschichte (Fühmann) - Objektivismus («Ankunft» Fühmann, Ludwig) - Ästhetische Subjektivität (Kunert, Kirsch) - «Subjekt der Geschichte» /konkrete Utopie (Mickel) - Regressive Dynamik (Braun).