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Auch wider dem Verbote

Else Lasker-Schüler und ihr eigensinniger Umgang mit Weiblichkeit, Judentum und Mystik

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Ulrike Müller

Auf der Basis eines kritisch-feministischen Untersuchungsansatzes werden Sprach-, Geschichts- und Ideenzusammenhänge zwischen Judentum, Mystik und Leben und Werk Else Lasker-Schülers hergestellt. Zu der beabsichtigten Konfrontation zwischen Positionen traditioneller und feministischer Literaturwissenschaft kommt es vor allem bei der Offenlegung der patriarchalen Rezeption. Eine entsprechend veränderte Sicht bestimmt auch die umfangreichen Gedichtinterpretationen: Leben, Werk und Wirkung Else Lasker-Schülers erscheinen im historischen und aktuellen Kontext der Suche nach einer weiblichen Gegenkultur und nach weiblicher Authentizität. Ein gänzlich neues Forschungskapitel wird in der Auseinandersetzung mit Else Lasker-Schülers Beziehungen zu Frauen aufgeschlagen. Zum einen wird die These ihrer Frauenfeindlichkeit ad absurdum geführt, zum anderen werden ihr Lebensentwurf und ihre Vorstellungen von Weiblichkeit unter neuen Vorzeichen betrachtet. Zusätzlich öffnet sich der Blick für vergessene Künstlerinnen ihrer Zeit.
Aus dem Inhalt: Patriarchale Rezeption, Lebensgeschichte/n und Sprache Else Lasker-Schülers - Traditionelles Judentum und Antisemitismus - Christliche und jüdische Mystik - Dualismuserfahrungen und weibliche Dissidenz.