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Christa Wolf in feministischer Sicht

Referate eines am 7. und 8. Dezember 1989 an der «Vrije Universiteit Brussel» veranstalteten Kolloquiums

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Michel Vanhelleputte

In einer von Atomwaffen, industrieller Vergiftung und Automatisierung des Lebens bedrohten Welt entwarf die ostdeutsche Schriftstellerin Christa Wolf seit den 60er Jahren ein umfassendes Programm zur irdischen Rettung der Menschheit und zur harmonischen Entfaltung des Individuums innerhalb einer endlich menschenwürdigen Gesellschaft. Dies tat sie im Namen von Werten, die sie zunehmend als typisch weiblich vorstellte. Hieraus erwuchs 1989 der Plan, in Brüssel, dem Mittelpunkt einer mächtigen Wirtschaftsgemeinschaft und eines noch mächtigeren Militärbündnisses, ein Kolloquium über Christa Wolf in feministischer Sicht zu veranstalten. Diese Thematik bot viele Möglichkeiten, die Autorin und ihr Werk neu zu beleuchten. Feminismus ist ein weites Feld, und viele Aspekte dieses Feldes sind bei Christa Wolf vertreten. Das farbige Bild, das sich aus teils deutschen, teils belgischen Beiträgen ergibt, umfaßt denn auch zahlreiche Nuancen.
Aus dem Inhalt: Patriarchalisches Prinzip - Utopie - Dichterinnen und weibliche Figuren aus Dichtungen als Medien der Selbstbesinnung der Autorin - Athener Patriarchalismus des 5. Jahrhunderts v. Chr. - Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der abendländischen Kultur - Weibliches Schreiben als Problem - Denken und Geschlecht - Mutter-Tochter-Verhältnis - Bedeutung des Körperlichen - Weibliches als Herd der Geselligkeit.