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Die Plantagenwirtschaft in der Weltwirtschaft

Innovationskraft und heutige Strukturen des Plantagensystems

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Karl Heinz Hottes

Die Plantagenwirtschaft zählt zu den ältesten Produktions- und Wirtschaftssystemen der Neuzeit. Das Ausgreifen des zunächst eurozentrierten Handels in weltwirtschaftliche Dimensionen trug zu rascher Verbreitung bei. Als «Weltwirtschaftsformation» prägte sie Raumstruktur und Interaktionsgefüge weiter Gebiete in tropischen bzw. subtropischen Ländern. Über viele Jahrhunderte waren die agrarischen Großbetriebe mit ihren industriellen Aufbereitungseinrichtungen auch Träger der technischen Entwicklung in vielen der heutigen Entwicklungsländer. - Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen der jüngeren technologischen und organisatorischen Innovationen auf die Stellung der Plantagen im Raumgefüge und in der Weltwirtschaft. Plantagen stehen besonders seit der Entkolonialisierung im Mittelpunkt internationaler entwicklungspolitischer Diskussion. Trotz Enteignung und Aufteilung, trotz einer an Dependenztheorien ansetzenden Verteufelung und trotz Erfindung industrieller substituierender Produkte - z.B. Naturfasern/Kunstfasern - präsentieren sich die Plantagen heute als verläßlicher Träger in den jungen Nationalwirtschaften und als Partner im System des Welthandels.
Aus dem Inhalt: Die Plantagenwirtschaft: in der Dritten Welt - im regionalen und sozialen Gefüge - in der Weltwirtschaft - in Malaysia und anderen Ländern - Das Plantagensystem: in der entwicklungspolitischen Diskussion: «Plantagen und Multis» - Plantagen und Grundbedürfnisstrategie - Plantagen und Industrialisierung - Interdependenz statt Dependenz.