Show Less
Restricted access

Konservatives Denken und modernes Erzählbewußtsein im Werk von Hermann Lenz

Series:

Birgit Graafen

Die Studie zum Erzählwerk von Hermann Lenz geht von einem sich in der Erzählstruktur widerspiegelnden konservativen Weltbild des Autors aus. 'Konservativ' wird dabei nicht als politische Kategorie definiert, sondern gemäß dem Konservativismusbegriff des Soziologen Karl Mannheim als Denkstil erfaßt. Durch das subjektorientierte, auf traditionell auktoriale Handlungsführung und Figurengestaltung verzichtende moderne Erzählverfahren tritt konservatives Denken bei Lenz nicht als ideologischer Überbau, sondern erzählerisch relativiert in Erscheinung.
Aus dem Inhalt: Die frühen Erzählungen - Die Habsburger Ordnung: gegenbildliche Chiffre und gestaltete Erfahrungswirklichkeit - Selbsterkundung und Identitätsfindung - Die autobiographischen Romane - Erinnerung und subjektive Wahrnehmung.