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Aufklärung aus der Antike: Wielands Lukianrezeption in seinem Roman- «Die geheime Geschichte des Philosophen Peregrinus Proteus»

«Die geheime Geschichte des Philosophen Peregrinus Proteus»

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Gerhard Braunsperger

Christoph Martin Wieland, einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Aufklärung, steht noch ganz in der Tradition des Humanismus. Als hervorragender Kenner der Autoren der Antike instrumentalisiert er deren Werke für seine Anliegen als Aufklärer. Musterbeispiel hierfür ist Lukian. Wieland übersetzt dessen Werk, und aus dieser Übersetzung heraus entsteht sein Roman über die bei Lukian vorgezeichnete Peregrinus-Gestalt. Das Leben dieses Peregrinus stellt Wieland als Irrfahrt eines orientierungslosen und unaufgeklärten Menschen dar, der an den Folgen eben dieser Unaufgeklärtheit zugrunde geht. Aufgabe der vorliegenden Arbeit war es zu zeigen, daß Wieland mit seinem «Peregrinus» einen hochaktuellen Zeitroman verfaßt hat, mit dem er versucht, die Gebrechen der Gesellschaft der Spätaufklärung an Hand der verschiedenen Stationen dieses Lebens zu analysieren und seine Leser vor den Gefahren einer immer stärkeren Gegenaufklärung zu warnen.
Aus dem Inhalt: Wieland und Lukian - Wielands Lukianübersetzung - Geheimbünde - Skeptizimus - Aberglaube - Urchristentum - Schwärmertum - Aufklärung und Gegenaufklärung.