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Der Begriff «Wahl» bei Sören Kierkegaard und Karl Rahner

Zwei Typen der Kirchenkritik

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Karl Theodor Kehrbach

Die existentielle Wahl ist bei Kierkegaard die bewußte Entscheidung für das Christsein. Sie richtet sich gegen eine hegelianisierende protestantische Theologie, welche das Entweder- Oder des Christseins verwischt. Auch bei Rahner liegt die Wahl in dem klaren Ja des einzelnen zur Nachfolge Christi. Diese Wahl hat ihr Fundament in den ignatianischen Exerzitien, welche Rahners Theologie mitprägen. Bei beiden Theologen wirkt sich die Wahl des einzelnen in dem glaubend-kritischen Wort und Verhalten innerhalb der Kirche aus. So wird - im ökumenischen Sinne - die ekklesiologische Bedeutung des einzelnen Christen sichtbar. Kirchliche Leitung und Einzelchrist sind also vice versa aufeinander verwiesen.
Aus dem Inhalt: Das Selbt(Ich) des sich entscheidenden Christen in seiner Existentialität und Transzendentalität - In seiner Beziehung zum Geheimnis, zur Welt, zu Christus als dem Kairos und zur vernichtenden «endlichen» wie zur befreienden «unendlichen» «Verzweiflung».