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Musik und Zeit

Kognitive Reflexion versus rhythmische Interpretation

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Günther Rötter

Gegenstand der Arbeit ist das Zeitbewußtsein von Musikern. Was ermöglicht es einem Pianisten, ein Musikstück über lange Zeiträume hinweg mit einer erstaunlichen Präzision im Zeitablauf zu reproduzieren? Wie ist es möglich, daß auch expressive Modifikationen des Tempos - wie z.B. das Rubato - bei Wiederholungen mit höchster Genauigkeit wiedergegeben werden können? Als wichtigste Hypothese gilt die Existenz einer Inneren Uhr, die dem Instrumentalisten solche Fähigkeiten ermöglicht. Aber auch motorische Faktoren und Lernprozesse stehen zur Diskussion. In der Studie werden zunächst historische, kulturelle und psychologische Bedingungen des allgemeinen und des musikalischen Zeiterlebens untersucht. Eine umfangreiche empirische Studie, die an Pianisten und Dirigenten durchgeführt wurde, soll dann einen tieferen Einblick in die Mechanismen für die musikalische Tempogenauigkeit erlauben.
Aus dem Inhalt: Geschichte der musikalischen Zeitwahrnehmung - Empirische Forschungen zur Zeitwahrnehmung in der Musik - Ein Modell der musikalischen Zeitwahrnehmung.