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Manifest Destiny im Kalten Krieg

Die Inaugurationsreden US-amerikanischer Präsidenten im Spiegel des rhetorischen Millennialismus

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Götz-Dietrich Opitz

Die religiöse Ideologie des Millennialismus hat in der Rhetorik und Dogmatik der Puritaner Neuenglands eine zentrale Rolle gespielt und konnte bis in die Gegenwart hinein vor allem im politischen Diskurs der USA überleben. Die vorliegende Studie weist mit Hilfe der Methode einer kategoriengestützten Inhaltsanalyse die flächendeckende Präsenz millennialistischen Gedankenguts in den Inaugurationsreden von Truman bis Bush nach und ermittelt mit Hilfe der Methode einer stilistischen Inhaltsanalyse die charakteristischen Besonderheiten der einzelnen Reden. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des Kalten Krieges mit dem Ziel interpretiert, die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Rüstungswettlauf und Millennialismus zu verdeutlichen, deren Wirkungen in der Golfkrise abschließend reflektiert werden.
Aus dem Inhalt: Millennialismus in Rhetorik und Dogmatik des Puritanismus - Rüstungsspirale und Millennialismus - Sehnsucht nach Unverwundbarkeit und Ideologie des Nuklearismus - Fetischisierung der Atombombe und apokalyptische Dimension der nuklearen Bedrohung - Rüstungswettlauf als Ergenis eines zweipoligen Rüstungsautismus.