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Von der Rechtstheologie zur Theorie des Kirchenrechts

Die Verbindung von juristischen und theologischen Themen im Werk von Hans Dombois

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Manfred Müller-Simon

Ein chronisches Defizit der evangelischen Theologie ist ihre fehlende Wahrnehmung der Bedeutung des Rechtssystems im modernen gesellschaftlichen Leben und ihre mangelnde Dialogbereitschaft mit der Rechtswissenschaft. Ein heute bereits vergessener Versuch, dieses skandalöse Defizit auszugleichen, war die in den ersten Jahren nach dem II. Weltkrieg hauptsächlich von Juristen inaugurierte sogenannte «Rechtstheologie». Hans Dombois war einer ihrer prominentesten Vertreter. Sein Werk wird hier erstmals systematisch rekonstruiert. Im Vergleich mit den ausführlich dargestellten Positionen von K. Barth und R. Smend werden allgemeinere Bezugspunkte sichtbar - zugleich mögliche Ansatzpunkte für einen heute neu aufzunehmenden Dialog mit der Rechtswissenschaft.
Aus dem Inhalt: Was ist «Rechtstheologie»? - Staats-, Strafrechts- und Institutionenlehre bei H. Dombois - Historische, soziologische und systematische Argumente im «Recht der Gnade» - Theorie der Kirchenverfassung - K. Barths theologische Rechtstheorie - R. Smends Integrationslehre.