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Die Kunstdebatten 1945 bis 1955 in Ostdeutschland als Faktoren ästhetischer Theoriebildungsprozesse

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Sylvia Börner

Am Beispiel ausgewählter Kunstdebatten («frühe» Formalismusdebatte, Debatten um Kunst und Politik, um Brechts «Mutter Courage», um die Gegenwartsdichtung, «Lukullus»-Debatte, «BARLACH»-Debatte, «STANISLAWSKI»-Diskussion, «Faustus»-Debatte) wird gezeigt, wie in dem Zeitraum von 1945 bis 1955 in Ostdeutschland Ästhetik zu einem Instrument von Politik und Ideologie umfunktioniert wurde mit dem Zweck, die Herrschaft der SED zu formieren und zu stabilisieren. Es wird verdeutlicht, wie Ästhetik weitgehend auf das Schema des sozialistischen Realismus verpflichtet wurde, welcher als normativer Maßstab für Kunst fungierte. Die daraus resultierenden ästhetisch-theoretischen Fehlleistungen wurden von den Repräsentanten einer weiten Realismusauffassung kritisiert.
Aus dem Inhalt: Theoriegeschichtliche Einflüsse (These vom «Ende der Kunst», Themaästhetik Wittfogels, Lukacs zum Zusammenhang von Kunst und Gesellschaft) - Kulturpolitische Bedingungen - Kriterien des sozialistischen Realismus: Widerspiegelung, Wirkung, Inhalt, Form, Typisches, Heldenwahl, Volksverbundenheit.