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Sprache der Hinterlassenschaft

Jüdisch-christliche Überlieferung in der Lyrik von Nelly Sachs und Paul Celan

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Beate Sowa-Bettecken

Die Sprache Paul Celans und Nelly Sachs' ist gezeichnet durch die Erfahrung der Shoah. Dies gilt auch für jene Gedichte, die Bilder und Vorstellungen aus dem jüdisch-christlichen Glauben zu enthalten scheinen. Entgegen der gängigen Beurteilung, daß solche Elemente im Werk von Nelly Sachs Ausdruck sehnsüchtig-religiösen Sprechens, im Werk Celans hingegen Anti-Zitate seien, werden in der vorliegenden Arbeit diese Anspielungen genau charakterisiert und vor dem Hintergrund einer «Sprache nach Auschwitz» differenziert auf ihre Bedeutung im Gedicht und für es befragt. Ergänzt werden die Einzelinterpretationen ausgewählter Gedichte durch eine gedichtübergreifende Betrachtung, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Autoren im Umgang mit jüdisch-christlicher Tradition aufzeigt.
Aus dem Inhalt: Sprache nach Auschwitz - Zitate und Allusionen - Religiöse Tradition in moderner Lyrik - Biblische Tradition in Scherben: die Gedichte der Nelly Sachs - Erbe und Verlust: die Gedichte Paul Celans.