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Der Westen tut nichts¿

Transatlantische Kooperation während der zweiten Berlin-Krise (1958-1962) im Spiegel neuer amerikanischer Quellen

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Joachim Arenth

Die heute in den US-Presidential Libraries zugänglichen Quellen werfen ein neues Licht auf die Berlin-Krise der Jahre 1958-1962. In Verbindung mit der Konstellationsanalyse verdeutlichen sie, wie die Entscheidungsfindung verlief und wie sich die westlichen Staatsmänner gegenseitig einschätzten: von Eisenhower und Kennedy über Adenauer und Brandt bis zu de Gaulle und Macmillan. Zudem ermöglichen die neuen Dokumente eine differenzierte Analyse der spezifischen Interessen und vorhandenen Machtmittel der beteiligten westlichen Staaten. Nicht nur Kooperation, sondern auch Konflikt bestimmten demnach die amerikanisch-westeuropäischen Beziehungen. Dies gilt für die anglo-amerikanische 'special relationship' ebenso wie für das Verhältnis zwischen Washington und Bonn, vor allem aber für die USA und das gaullistische Frankreich. Dessen ungeachtet gab es zur Strategie des «Nichtstuns» selbst angesichts des Mauerbaus keine Alternative.
Aus dem Inhalt: Berlin-Krise - Konstellationsanalyse - Westliche Entscheidungsträger - Perzeption und Realität - Macht und Interesse - Konflikt und Kooperation im Westen - Deutsch-amerikanisches Krisenmanagement - Anglo-amerikanische 'special relationship' - Franko-amerikanischer Konflikt.