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Strategische Beschaffung und Rückwärtsintegration

Konzeptionelle Grundlagen und ihre praktische Anwendung an einem Beispiel der Kleinserienfertigung

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Carl-Gustaf Kligge

Im Zusammenhang mit strategischen Beschaffungsfragen werden zunehmend Themen, wie «Fertigungstiefenoptimierung» und «Partnerschaftliche Lieferantenbeziehungen», diskutiert. In dieser Arbeit werden solche Aspekte systematisch behandelt; und zwar geht es um ein umfassendes strategisches Versorgungsmanagement, das sich nicht in der Wahlproblematik «Eigenfertigung oder Fremdbezug» erschöpft. Die Gestaltung der industriellen Vorproduktversorgung muß insbesondere die vielfältigen Formen der Zusammenarbeit mit Zulieferern, welche sich gleichsam im Zwischenfeld des klassischen «Make-or-buy»-Gegensatzpaares bewegen, berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund wird ein formales Entscheidungsmodell konstruiert, das sich mit der Konfiguration von Versorgungsbeziehungen im weitesten Sinne befaßt. Des weiteren wird ein Portfolio-Analyseansatz zur Identifizierung der entscheidungsrelevanten Vorprodukte vorgestellt, der die integrative Klassifizierung von Zukauf- und Eigenfertigungsteilen erlaubt. Das gesamte (erprobte) Verfahren und das eigens konzipierte EDV-Programm sowie die Ableitung von konkreten Handlungsempfehlungen werden anhand eines Produktbeispiels aus der Medizintechnik-Branche demonstriert. Neben der Entwicklung einer strategischen Beschaffungstheorie soll die Bearbeitung einer spezifischen Problemstellung - über den reinen Fallstudiencharakter hinaus - dem wissenschaftlich interessierten Praktiker Anregungen bieten, die auf den besonderen Anwendungsfall übertragbar sein sollten.
Aus dem Inhalt: Strategische Beschaffungstheorie - Beschaffungsstrategisches Verständnis der Rückwärtsintegration - Integrative Klassifizierung von Fremdbezugs- und Eigenfertigungsteilen - Fallbezogene Anwendung des Rückwärtsintegrationskonzeptes - Ökonomische Erklärungsansätze der vertikalen Integration.