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Die Haftung für Schockschäden

Eine rechtsvergleichende Untersuchung

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Christoph Karczewski

und schockgeschädigtem Dritten. In der forensischen Praxis zahlreicher Rechtsordnungen taucht seit langem folgende Problematik auf: Muß derjenige, der einen anderen Menschen getötet, seine Gesundheit verletzt oder sein Eigentum zerstört hat, auch den Schaden eines Dritten ersetzen, weil dieser aus Anlaß der «Erstverletzung» einen Schock und deshalb eine eigene gesundheitliche Schädigung erlitten hat? Der Verfasser kommt anhand einer vergleichenden Untersuchung von acht Rechtsordnungen zu dem Ergebnis, daß Schockschäden Drittbetroffener grundsätzlich ersatzfähig sind. Der vom GBH entwickelte Begriff der «Gesundheitsverletzung kraft Verkehrsanschauung», mit dessen Hilfe eine Haftungsbeschränkung erreicht werden soll, wird abgelehnt. Ausschlaggebendes Kriterium für einen Anspruch ist vielmehr das Bestehen einer personalen Sonderbeziehung zwischen Erstverletztem und schockgeschädigtem Dritten.
Aus dem Inhalt: Ersatz von Schockschäden - Vergleichende Untersuchung anhand von acht Rechtsordnungen - Adäquanztheorie und Lehre vom Schutzzweck der Norm - Begriff der Gesundheitsverletzung.