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Sprache als Widerstand

Anmerkungen zu Ilse Aichingers Lyrikband «Verschenkter Rat»

Series:

Vera Neuroth

Ilse Aichinger ist eine jener Autorinnen, deren Sprache oft als schwer verständlich kritisiert wird. Die Arbeit konzentriert sich auf die Gedichte der Sammlung «Verschenkter Rat» mit dem Ziel, die angebliche «Dunkelheit» dieses Idioms zu erhellen, gleichzeitig Sprachskepsis, Problematik des Wirklichkeitsbegriffs, Widerstand gegen Determination durch gesellschaftlich bestimmte Normen und Verweigerung leicht ablösbarer Inhalte als Grundtendenzen des Werks aufzuzeigen - Symptome, denen der Leser sinnvoll nur mit radikalem Abbau der eigenen Erwartungshaltung begegnet.
Aus dem Inhalt: Ilse Aichingers Selbstverständnis als Dichterin - Fragment als Abbild des Wirklichkeitszerfalls - Unbestimmtheitsfunktion der Determinanten - Sicht der Entfremdung - Politisches Engagement - Interpretationen einzelner Gedichte.