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Mythos und Mysterium

Die Rezeption des Mittelalters im Werk Gerhart Hauptmanns

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Jörg Platiel

Gerhart Hauptmann gilt nach wie vor als Prototyp des naturalistischen Autors. Dabei kreist das Werk des Nobelpreisträgers nicht erst seit der Jahrhundertwende immer wieder um das neu erwachte Interesse am Mythos und an einem mythisch geprägten Weltbild. Zum ersten Mal wird in diesem Buch nachzuweisen versucht, wie stark Hauptmann bei der Suche nach den mythischen Wurzeln seines Weltverständnisses auf mittelalterliche Stoffe, Figuren und Kunstwerke zurückgreift: Über 30 Werke aus beinahe allen Schaffensperioden gehören in diesen thematischen Zusammenhang. Dabei zeigt sich eindrücklich, wie stark die Orientierung an mittelalterlichem Kostüm, Gestus und Geist das Selbst- und Weltverständnis Gerhart Hauptmanns bis hinein ins Privatleben prägte. Die Untersuchung verläßt sich nicht auf die bereits gedruckt vorliegenden Texte, sondern stützt sich ebenso auf den umfangreichen handschriftlichen Nachlaß, wie auf Hauptmanns Bibliothek mit ihren zahlreichen Marginalien von der Hand des Autors.
Aus dem Inhalt: Mythos und Mittelalter - Biographische Bezüge in mittelalterlichen Werken - Mittelalter als Interpretationsvorgabe für die Gegenwart - Die bildende Kunst als Quelle.