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Franziskus und die Vollendung der Kirche im siebten Zeitalter

Zum Programm der Langhausfresken in der Oberkirche von San Francesco in Assisi

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Peter Burkhart

Mittelalterliche Malerei hat immer auch lehrhaften Charakter, und sie ist dabei zu höchst komplexen Aussagen fähig. Dies zeigt in allen Teilen die Langhausdekoration der Oberkirche von S. Francesco in Assisi. In der vorliegenden Studie werden alle Fresken zunächst unter den Aspekten Ikonographie, Stilfragen und Komposition analysiert. Zusätzlich stützt sich die Interpretation aber auf in diesem Zusammenhang bisher nicht beachtete Schriften Bonaventuras und zahlreiche andere Texte, die dem historischen und theologischen Kontext angehören; sie werden den Bildern konsequent zur Seite gestellt. Diese Methode führt bei vielen Einzelbildern, besonders aber für das Gesamtprogramm zu einer neuen Deutung. Anhand spezifischer Details läßt sich nachweisen, daß den Malern die theologischen Intentionen durchaus bewußt waren und sie zumindest bei der Franzlegende und den Gewölbefresken das Programm maßgeblich mitgestaltet haben.
Aus dem Inhalt: Die Bibelzyklen als Darstellung der Heilsgeschichte - Das Franziskusleben als Ankündigung einer neuen Epoche - Die Regel als neues Gesetz - Die Mönche in der kirchlichen Hierarchie - Kirche und siebtes Zeitalter.