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Verkehrte Welt

Zur schriftstellerischen und denkerischen Methode Grimmelshausens im «Abentheurlichen Simplicissimus Teutsch»

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Petra Kabus

Die verkehrte Welt als ein zentraler Topos der frühen Neuzeit in Europa beinhaltet eine Vielzahl von Bildern und Diskursen, denen in der vorliegenden Untersuchung anhand des Grimmelshausenschen Romans vom Simplicissimus nachgegangen wird. Die textimmanente Analyse stellt den Roman in den Zusammenhang des Simplicianischen Zyklus. Gleichzeitig wird den traditionellen Hintergründen von Verkehrte-Welt-Motiven und Romanformen nachgegangen. Dabei erweist es sich, daß der Begriff 'verkehrte Welt' sowohl inhaltliche als auch formale Grundaussagen des Romans umfaßt. Als Beitrag zu Satiretheorie und Begriffsgeschichte ist die Arbeit nicht nur für die Grimmelshausen-Forschung von Interesse.
Aus dem Inhalt: Simplicius als «Subjekt und Objekt von Satire» - Immanente Charakterisierung des Simplicius durch Ketten traditioneller Verkehrte-Welt-Motive - Utopien - Leitbilder und Parallelfiguren - Der Roman als literarische Mischform - Die Continuatio als erzählte Poetik.